Die Protek-Wohnprojekte

Allgemeines:

Die Wohnprojekte von Protek e.V. sind konzipiert für erwachsene Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen, die:
  • keiner stationären psychiatrischen Behandlung mehr bedürfen, aber in verschiedenen Lebensbereichen derart beeinträchtigt sind, dass Sie sozialpädagogische Unterstützung zur Bewältigung ihres Lebens benötigen.
Nicht aufgenommen werden können Menschen mit geistiger Behinderung, Sexual- und Gewaltstraftäter und Pflegebedürftige.

Sozialpädagogische Betreuung:

Die sozialpädagogische Betreuung kann in Form von therapeutischen Wohngemeinschaften (18 Plätze) oder in Form von betreutem Einzelwohnen (zurzeit 12 Plätze) befristet, im Einzelfall aber auch dauerhaft, erfolgen.

In der Betreuung finden die sozialpädagogischen Methoden des "Empowerment" der Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit Anwendung.

Die Hilfen umfassen insbesondere den sozialen, medizinischen, lebenspraktischen und administrativen Bereich.

Inhalte der Betreuung in den Wohnprojekten:

Sozialer Bereich:
  • Einzel- und Gruppengespräche (Planung und Reflexion)
  • Anregung und Förderung von Kontakten
  • Einbindung in das soziale Umfeld
Medizinischer Bereich:
  • Realistisches Einschätzen und Umgang mit dem Krankheitsbild
  • Förderung/Erhaltung der Selbständigkeit und Sicherheit hinsichtlich der Medikamenteneinnahme (bei Bedarf auch Kontrolle)
  • Einhaltung von Arztterminen (bei Bedarf auch mit Begleitung)
Lebenspraktischer Bereich:
  • Finden und Einhalten eines strukturierten Tagesablaufes (regelmäßiges Aufstehen, Essen, etc.)
  • Förderung und Erhaltung der Selbständigkeit bei Tätigkeiten zur Haushaltsführung (Kochen, Einkaufen, Putzen, Wäscheversorgung, etc.)
  • Anregung zur Körperpflege
  • Hilfe bei der Einteilung der Finanzen
Administrativer Bereich:
  • Hilfen bei Kontakt und Schriftverkehr mit Behörden
  • Unterstützung bei der Durchsetzung von behinderungsbedingten Rechten und Vergünstigungen

Maßnahmen im Freizeitbereich

Die Betreuer/innen der Wohnprojekte bieten regelmäßig auch Maßnahmen im Freizeitbereich an.
Dies sind u. a.:
  • Gemeinsames wöchentliches Frühstück der Wohnprojektnutzer
  • Besuch von kulturellen Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Ausstellungen, Kino, etc.)
  • Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten
  • Nordic-Walking, Wandern, Radtouren und andere sportliche Betätigung
  • 6-tägige organisierte Urlaubsfahrten mit Betreuung
  • Feste und Feiern
  • Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen und Turnieren (z.B. Kegeln)
  • Café- und Gaststättenbesuche
Die Durchführung von Maßnahmen im Freizeitbereich verfolgt u. a. nachstehende Ziele:
  • Ganzheitliche Erholung durch Perspektivwechsel und Abstand vom Alltag
  • Sich einlassen können auf neu zusammengestellte Gemeinschaften
  • Vermindern von Ängsten, Unsicherheiten und Kontaktschwierigkeiten
  • Förderung von sozialer Kompetenz und Toleranz
  • Anregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung